Forschungsfelder

Europa im Nahen Osten—Der Nahe Osten in Europa integriert fünf Forschungsfelder, die an Bruchlinien nationaler, religiöser oder kultureller Vorverständnisse ansetzen. Aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven (Islamwissenschaften, Philologie, Geschichte, Literaturwissenschaft, Politologie) zielt EUME darauf ab, die Bedeutung der Forschung zu außereuropäischen Kulturen und Gesellschaften für die Differenzierung der Geistes- und Sozialwissenschaften unter den Bedingungen globaler Verflechtungen deutlich zu machen. 

Der Koran als Text einer gemeinsamen Antike und geteilten Geschichte

lokalisiert den Gründungstext des Islam innerhalb der religiösen Landkarte der Spätantike und verbindet eine Historisierung seiner Entstehung mit seiner Rezeption und Wahrnehmung in Europa und dem Nahen Osten.
Leitung: Angelika Neuwirth (Freie Universität Berlin) und Stefan Wild (Universität Bonn)

 

Mobile Traditionen: Vergleichende Perspektiven auf nahöstliche Literaturen

ist literaturwissenschaftlich ausgerichtet und untersucht nahöstliche Literaturen im Hinblick auf national-philologische Kanonbildungen und literarische Verflechtungen mit den Literaturen anderer Regionen.
Leitung: Friederike Pannewick (Universität Marburg) und Samah Selim (Rutgers University)

Städtevergleich: Urbaner Wandel im Mittelmeerraum und angrenzenden Regionen

möchte aus dem Blickwinkel der historischen Erfahrungen soziokultureller, ethnischer und religiöser Differenz in den Städten am Mittelmeer und dem Indischen Ozean zur Debatte über Pluralismus, Staatsbürgerschaft und Zivilgesellschaft beitragen.
Leitung: Ulrike Freitag und Nora Lafi (beide Zentrum Moderner Orient)

Politisches Denken im modernen Islam: Nahöstliche und europäische Perspektiven

thematisiert moderne islamische Ideen und Konzepte im Kontext der zeitgenössischen Diskurse um Tradition, Reform und Moderne sowie im Rahmen von Theorien zu multiplen oder reflexiven Modernen.
Leitung: Gudrun Krämer (Freie Universität Berlin)

Tradition und die Kritik der Moderne: Säkularismus, Fundamentalismus und Religion aus nahöstlichen Perspektiven

ist begriffsgeschichtlich orientiert und darauf ausgerichtet, Schlüsselbegriffe der Moderne im Horizont der Erfahrungen, Interpretationen und Kritik von Juden, Arabern und Muslimen im Nahen Osten und in Europa zu durchdenken.
Leitung: Amnon Raz-Krakotzkin (Ben Gurion University of the Negev)

In diesen Forschungsfeldern arbeiten Wissenschaftler aus Deutschland, Europa, den USA, den arabischen Ländern, Israel, Iran, der Türkei und anderen Ländern zusammen, die eine Vielfalt von Disziplinen vertreten. Die Forschungsfelder sind in leistungsstarke Forschungszusammenhänge von Berliner Universitäten und Forschungseinrichtungen eingebettet.