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Dr. Marc Aymes
studierte Geschichte an der Université de Paris 1 und Turkologie am Institut National des Langues et Civilisations Orientales in Paris sowie Sozialanthropologie und Arabisch an der École Normale Supérieure. 2005 promovierte er in Geschichte an der Universität Aix-Marseille 1 mit einer Dissertation über L'Accent de la province. Une histoire des reformes Ottomanes à Chypre au XIXe siècle (i. E. bei Peeters Publishers, Paris & Leuven). Marc Aymes war assoziiertes Mitglied der Forschungsgruppe „Etudes Turques et Ottomanes“ in Paris (CNRS und EHESS), ist Mitherausgeber der Zeitschrift ‚Labyrinthe. Atelier interdisciplinaire’ (www.revuelabyrinthe.org) und Redaktionsmitglied des ‚European Journal of Turkish Studies’ (www.ejts.org). Während seines Fellowships in Berlin wird er am Zentrum Moderner Orient an seinem Forschungsprojekt Provincial Worlds: Administration, Sociabilities and Languages in the late Ottoman Empire arbeiten. Weitere Informationen finden Sie auf seiner Website http://marc.aymes.free.fr

Dr. Tamim al-Barghouti
ist ein palästinensischer Dichter und Politikwissenschaftler. Er studierte Politikwissenschaften an der Cairo University, der American University in Cairo und der Boston University, wo er 2004 promovierte. Dr. Al-Barghouti arbeitete bei den Vereinten Nationen in New York (Division of Palestinian Rights, Department of Political Affairs) sowie der UN-Mission im Sudan. Darüber hinaus ist er ein bekannter Dichter und hat vier Gedichtsammlungen in Arabisch veröffentlicht: Maqam Iraq (Dar Atlas, Kairo 2005), Qaluli li Bethebb Masr (Dar el-Shorouk, Kairo 2002), Al-Manzar (Dar el-Shorouk, Kairo 1999) und Mijana (Palestinian House of Poetry, Ramallah 1999). Zwei wissenschaftliche Publikationen, Benign Nationalism: The Wafd and State building in the Shadow of Colonialism (in Arabisch) und The Impossible Compromise in the Middle East (in Englisch) werden demnächst veröffentlicht. In Berlin wird Dr. Barghouti am Institut für Islamwissenschaft der Freien Universität Berlin an einer vergleichenden Begriffsgeschichte der Begriffe von Nation und Staat und ihren arabischen Entsprechungen ‚Umma’ und ‚Dawla’ arbeiten. Weitere Informationen finden Sie auf seiner Website http://tamimbarghouti.net.

Dr. Mohammed Sabri ad-Dali
ist Assistant Professor of Modern History an der Helwan University, Ägypten. Er besuchte die Universitäten von Mansura und Asyut, war Wissenschaftler am Institute of Oriental Culture der Universität Tokio und promovierte an der Helwan University mit einer Arbeit über Die europäischen Mächte und das osmanisch-russische Ringen um das Schwarze Meer. Sein derzeitiges Forschungsinteresse richtet sich auf die Geistesgeschichte Ägyptens während der osmanischen Zeit. Dr. ad-Dali ist aktives Mitglied der Ägyptischen Historischen Gesellschaft. Zu seinen Veröffentlichungen (meist in arabischer Sprache) zählen: Die Rolle des Sufismus' in der ägyptischen Geschichte in der osmanischen Zeit (Kairo 1994), Die' Zawiya' in der ägyptischen Gesellschaft des 16. Jahrhunderts (Tokio 2000), Die ' Ulema'' und die osmanische Besetzung Ägyptens (Tokio 2001), Historiographie der osmanischen Epoche in Ägypten seit 1936 (in Englisch, Tokio 2001), Der Politische Diskurs des Sufismus in Ägypten (Kairo 2004), Das moderne Russland und Russen in der ägyptischen Historiographie (Cairo 2006). Während seines Fellowships in Berlin wird Dr. ad-Dali sich am Zentrum Moderner Orient mit Darstellungen von Europäern in Ägypten vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert beschäftigen.
Dr. Nashwa Salah El-Din
ist Dozentin für moderne und zeitgenössische Philosophie an der Ain Shams University, Kairo. Sie studierte Philosophie an der Cairo University und Ain Shams University und promovierte 2006 über Den postmodernen Kantianismus Lyotards. Zu ihren Publikationen zählen Philosophie der Geschichte im 20. Jahrhundert (in Arabisch, Kairo 2007) und Das Problem der Macht in der zeitgenössischen Philosophie (in Arabisch, Kairo 2007). Ihr neues Projekt, das sie in Berlin am Seminar für Arabistik und Semitistik der Freien Universität verfolgen wird, befasst sich mit der Frage Terrorism and the Other: A Critical Analysis of the Intellectual Mechanisms that Legitimate Contemporary Islamic Thought of Terrorism.

Dr. Gergana Georgieva
beschäftigt sich mit der Geschichte des Osmanischen Reichs und ist Wissenschaftlerin am Institute of Balkan Studies an der Bulgarian Academy of Sciences, Sofia. Sie schloss ihr Studium der Geschichte des Mittelalters mit dem M.A. an der Central European University in Budapest und einem weiteren M.A. in Geschichte an der St. Cyril and St. Methodius University von Veliko Tarnovo, Bulgarien, ab. Ihre Dissertation trägt den Titel Administrative Structure and Government in Rumelia during Sultan Mahmoud II's Reign, 1808-1839. Dr. Georgieva war Gastforscherin an den Universitäten Heidelberg und Ankara (Bilkent) sowie Fellow am New Europe College in Bukarest. Sie hat zahlreiche Artikel über die osmanische Geschichte des Balkan veröffentlicht. Ein auf ihrer Dissertation aufbauendes Buch wird demnächst bei der University of Crete Press erscheinen. Während ihres Fellowships in Berlin wird sie am Zentrum Moderner Orient zum Thema Who Made What? Who Controlled Whom? – Stratification of Sofia's Urban Governance in the Late 18th and Early 19th Centuries arbeiten.

Dr. Magdi Guirguis
promovierte an der Faculty of Arts der Cairo University über das Thema Individual Documents at the Coptic Orthodox Patriarchate - an Archival and Diplomatic Study. Er ist Mitglied der Ägyptischen Historischen Gesellschaft und Mitherausgeber von 'Ruzname: The Egyptian Documentary Annual'. Er arbeitet als Dokumentenexperte an der Cairo University. Dr. Guirguis war 2006 Georg-Graf-Fellow des Katholischen Akademischen Ausländerdienstes, Fellow von „Europa im Nahen Osten - der Nahe Osten in Europa“ im Frühling 2007 und Distinguished Visiting Professor of Coptic Studies an der American University in Cairo im Herbstsemester 2007. Dr. Guirguis’ zahlreiche Veröffentlichungen befassen sich mit der Geschichte Ägyptens in osmanischer Zeit mit besonderem Schwerpunkt auf der Sozialgeschichte der ägyptischen Kopten. Zu seinen Publikationen zählen The Coptic Judiciary in Egypt von 1999 und (mit Nelly van Doorn-Harder) der dritte Band von The Popes of Egypt: A History of the Coptic Church and Its Patriarchs mit dem Titel The Emergence of the Modern Coptic Papacy. Eine weiteres Werk namens An Armenian Artist in Ottoman Cairo: Yuhanna Al-Armani and his Coptic Icons steht vor der Veröffentlichung. In Berlin wird Dr. Guirguis seine Arbeit am Institut für Islamwissenschaft der Freien Universität am Projekt über Copts and the West during the 18th Century fortsetzen.

Dr. Fatma Kassem
ist Dozentin am Department of Behavioral Science an der Ben-Gurion University of the Negev, wo sie vor kurzem mit einer Arbeit über Deconstructing and Reshaping Identity among Young Bedouin Women promovierte, die demnächst in Hebräisch und Englisch veröffentlicht werden wird. Dr. Kassems Forschungsinteresse richtet sich auf Gender Studies, Pädagogik, öffentliches Gesundheitswesen und Erinnerung. Zu ihren Publikationen zählen Aufsätze über Women's health custom made (2000), Knowledge, Action and Resistance: The selective use of pre-natal screening among Bedouin Women of the Negev (2001) oder Theory and Criticism: Urban Palestinian Women narrating the naqba (2006). Ein Buchmanuskript mit dem Titel Allah, al-Malik, al-Watan – The sacred Triangle: Women's Images in Jordanian Textbooks wird demnächst erscheinen. Dr. Kassem war an Schulungen und Projekten zu Konfliktlösung beteiligt. Zusammen mit Dan Bar On von der Ben-Gurion University war sie Co-Leiterin eines Projekts einer Gruppe von jüdischen und palästinensischen Studenten aus Israel namens Co-existence Through Life Story Narrative. Weiterhin war sie Koordinatorin des Projekts Two Conflicts, Four Countries, an dem Geschichtsdozenten aus der Türkei, Griechenland, Palästina und Israel teilnahmen. Zur Zeit ist sie Co-Leiterin einer Gruppe jüdischer und palästinensischer Frauen aus Jerusalem namens Jerusalem Women as Catalysts for Peace. Im akademischen Jahr 2007/08 wird Dr. Kassem an der Arbeitsstelle Politik des Vorderen Orients des Otto-Suhr-Instituts für Politikwissenschaft der Freien Universität an einer Studie über die verschiedenen Gewalterfahrungen (emotional, psychisch, körperlich und sexuell) arabischer Frauen in Israel arbeiten.

Dr. Mohammed Tabishat
ist Anthropologe und Assistant Professor an der United Arab Emirates University in Al-Ain. Dr. Tabishat begann sein Studium an den Universitäten von Yarmouk und Irbid (Jordanien). 1993 – 1995 studierte er mit Talal Asad an der New School for Social Research in New York und promovierte 2002 in Sozialanthropologie mit einer Arbeit über Persons, Bodies and Organs: Living and Debating the Morality of Medical Care in Modern Cairo an der University of Cambridge, England. Er lehrte Anthropologie am Dickinson College und Arabistik an den Universitäten Fordham, New York und Columbia. Sein Forschungsinteresse liegt im Gebiet der Medizinanthropologie. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Al-daght: Pressures of Modern Life in Cairo, in: Situating Globalization: Views from Egypt, hg. von Cynthia Nelson and Shahnaz Rouse (2000) und On Medical Anthropology, Research and Research Priorities: Notes from Cairo, in: Social Science in Egypt: Emerging Voices,. hg. von Seteney Shami und Linda Herrera (1999). Seine Monographie After the Body: Debating the Legal and Moral Aspects of Organ Transplantation in Egypt 1995-1997 erscheint demnächst. In Berlin wird Dr. Tabishat am Institut für Arabistik und Semitistik der Freien Universität an einem Projekt zu The Body in Europe and Islam arbeiten.

Dr. Roxanne Varzi
ist Sozial- und Kulturanthropologin. Sie erhielt das erste Fulbright-Stipendium zur Forschung in Iran nach der islamischen Revolution (2000). Sie promovierte in Anthropologie an der Columbia University und unterrichtete an der New York University, der University of London (School of Oriental and African Studies) und war Senior Visiting Fellow am St. Anthony's College Oxford. Dr. Varzi ist Assistant Professor für Anthropologie an der University of California Irvine. Sie ist Autorin von Warring Souls, Media, Martyrdom and Youth in Post-Revolution Iran, (Duke University Press, 2006). Ihre zahlreichen Veröffentlichungen befassen sich mit iranischer Populärkultur, der Kultur des Iran-Irak-Krieges und dem iranischen Film. Ihre Arbeiten erschienen im London Review of Books, der New York Press, Eastern Art Report, American Anthropologist und Public Culture. Darüber hinaus veröffentlicht sie Kurzgeschichten (2007 gewann sie den Society for Anthropology and Humanism Fiction Award) und stellte im Juni 2007 ihren ersten ethongraphischen Experimentalfilm über Trauer und Märtyrertum in Iran fertig, Plastic Flowers Never Die. In Berlin wird Dr. Varzi am Zentrum für Literatur- und Kulturfoschung zum Thema Postrevolutionary Iranian Productions of Art and Culture forschen.

Dr. Sherif Younis
ist Akademiker, Übersetzer und Sozialaktivist. Er ist Dozent für Ägyptisch und moderne europäische Geschichte an der Helwan University, Ägypten. Er studierte Geschichte an der Ain Shams University und schloss 1993 mit einer Magisterarbeit über Sayyid Qutb and his Influence on Political Thought in Egypt ab. Er promovierte über Ideological Developments in Egypt 1954- 1967 an der Helwan University. Seine Bücherveröffentlichungen (alle in Arabisch) umfassen Sayyid Qutb and Islamic Fundamentalism (1995), The Question of Identity: Identity and the Authority of the Intellectual in the Postmodern Era (1999), The Sacred March: the June 1967 Demonstrations and the Formation of the Cult of Nasser (2005). Ein weiteres, auf seiner Dissertation aufbauendes Buch mit dem Titel No Man's Regime: The Ideological Re-Formation of Egypt under the 1952 Coup steht vor der Veröffentlichung. Dr. Younis hat zahlreiche wissenschaftliche Bücher aus dem Englischen ins Arabische übersetzt, wie All the Pasha's Men und Medicine and Law von Khaled Fahmy, The Quest for Modernity: Secular, Liberal and Left-Wing Political Thought in Egypt von Roel Meijer oder Contending Visions of the Middle East: The History and Politics of Orientalism von Zachary Lockman. Dr. Younis ist häufiger Teilnehmer an öffentlichen Diskussionen über moderne Geistesgeschichte, Philosophie und politische Themen. Seine Artikel wurden in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, wie akhbar al-adab, sutur, al-masry al-yawm, ad-dimuqratiyya, al-hayat oder al-kitaba al-ukhra. Dr. Younis ist Mitherausgeber von Al-bosla, einer unabhängigen Zeitschrift der demokratischen Linken Ägyptens. Während seines Aufenthalts in Berlin wird er seine Forschungsarbeit am Institut für Islamwissenschaft der Freien Universität mit einem ideengeschichtlichen Projekt zu The Concept of Identity in Political Thought in Post-Colonial Egypt fortführen.
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